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Jörg Reiners

Mag Wompel ist Ehrenmitglied der BAG Grundeinkommen

Liebe Mitglieder der BAG Grundeinkommen,

es freut mich sehr, in diesem nicht alleine nur für die BAG Grundeinkommen bedeutsamen Jahr zum Ehrenmitglied ernannt worden zu sein. In diesem Jahr entscheidet es sich ja, ob die Partei DIE LINKE den Mut aufbringen wird, sich an die Verwirklichung einer überfälligen konkreten Utopie zu machen: dem bedingungslosen emanzipatorischen Grundeinkommen.

Ja, der Kampf für ein Grundeinkommen linker Prägung wird schwer werden. Aber er lohnt! Denn um ein linkes Grundeinkommen Wirklichkeit werden zu lassen, müssen viele Stellschrauben gedreht werden. Eigentlich bedarf es eines neuen Systems. Denn unter kapitalistischen Begebenheiten und den aktuellen Kräfteverhältnissen drohen nur den Sozialstaat zersetzende Grundeinkommensvarianten eingeführt zu werden. Umso wichtiger ist es, dass sich DIE LINKE klar und deutlich für ein Grundeinkommen ausspricht, das die vorhandene Sozialstaatsillusion durch eine echte Existenzsicherung ersetzt, die gleichzeitig der Lohnabhängigkeit den Boden entzieht. Eine Linke, die sich dazu aufrafft, sagt damit gleichzeitig aus, dass sie die Überwindung des Kapitalismus wieder auf ihre Fahnen geschrieben hat! Liebe Genossinnen und Genossen! Zu lange haben wir uns einreden lassen, dass uns nur dann ein gutes Leben zustünde, wenn wir denn bereit seien, dafür unsere Arbeitskraft einzubringen. Zu lange haben auch wir das Lied der Mächtigen gesungen und die Strophen der Calvinisten lauthals herausgerufen. Auch Linke haben die Lafargue’sche Faulheit verpönt und tun es noch heute! Ich bin zwar kein Parteimitglied, finde aber, dass die immer mehr nach rechts zu rutschen drohende bundesdeutsche Gesellschaft unbedingt eine Partei DIE LINKE braucht, die den Menschen eine spürbare Vision eines möglichen Lebens jenseits von Existenzängsten und Konkurrenzzwängen vermittelt. Denn das ist für mich hier und heute die wichtige Funktion der Forderung nach einem empanzipatorischen Grundeinkommen, viel überzeugender als abstrakte Versprechen einer fernen sozialistischen Gesellschaft, eine umsetzbare Alternative zu täglich erlebten kapitalistischen "Sachzwängen" zu bieten. Denn eine Linke, ob als Bewegung oder Partei, die es nicht versteht, den Menschen ein Bild von der neuen Gesellschaft zu zeichnen, sondern sich in einem schieren Dagegen verkrampft, wird keine Chance bekommen, die Verhältnisse zum tanzen zu bringen. Daher wünsche ich mir, dass die Partei sich für eine grundeinkommensbasierte Gesellschaft ausspricht und den gemeinsamen - gleichzeitigen! - Kampf für die sanktionsfreie Mindestsicherung nur als einen ersten umgehend anzugehenden Schritt betrachtet. Denn es wird immer offensichtlicher, dass es den einzelnen Menschen immer weniger gelingt, ja gelingen kann, ihre Existenz und demokratische Teilhabe ausschließlich auf Grundlage ihrer Lohnarbeit zu sichern. Die aktuelle "Sozialpolitik", die immer noch auf der - inhumanen und illusorischen - Zielsetzung einer "Vollbeschäftigung" basiert, versperrt den Weg zu einer emanzipatorischen Existenzsicherung - und verhindert damit auch die Humanisierung der (noch) bestehenden Lohnarbeit. “Realpolitisch, systemkonform und staatshörig – so lauten viele Kritikpunkte an der Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) aus sich radikal wähnenden linken Kreisen. Für StalinistInnen, die eine komplette Gebrauchsanweisung für die Revolution haben, mag das nachvollziehbar sein: Sie haben zwar nichts gegen den Staat, aber ebenso viel übrig für die Arbeitspflicht. Eine solche Revolution fände ohne mich statt! Meine Zielgruppe sind emanzipatorische und ungehorsame Linksradikale. Solche sollten m.E. alles gut finden, was den Menschen auch nur ein Stück freier macht und unabhängiger. Im Kampf gegen den Kapitalismus ist nämlich alles besonders wichtig, was die Lohnabhängigkeit hinterfragt und mildert, wenn wir uns von ihr dann auch befreien wollen. Nun, der real existierenden Gewerkschaftsbewegung hat es wohl niemand gesagt, sie ging daher voll darin auf, die Lohnarbeit erst als alternativlos zu akzeptieren, um sie dann nur noch auf möglichst viele zu verteilen und höchstens humaner zu gestalten. Dies natürlich nur soweit es die Gnade des Lohnarbeitsplatzes nicht gefährdet, es also den Kapitalisten nicht zu weh tat… ” so habe ich es vor einigen Jahren der “graswurzelrevolution” ins Stammbuch geschrieben. Mein damaliger Beitrag ist immer noch aktuell. Vielen Dank und ich bin an Eurer Seite Mag Wompel


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