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Silvia Denzler

Beisitzerin

Mein Name ist Silvia Denzler. Ich lebe seit 2011 in Essen. Seit 2013 bin ich Mitglied in der Partei DIE LINKE. Ich studiere als Stipendiatin der Rosa-Luxemburg-Stiftung seit dem Wintersemester 2015/16 an der Universität Duisburg-Essen Geschichte und Angewandte Philosophie.

Zuvor hatte ich eine Industrieausbildung abgeschlossen. Nachdem ich mich in der Pflege versuchte, bin ich von Baden-Württemberg nach Essen gezogen und war drei Jahre in einem Call-Center angestellt, wo ich dann den Entschluss gefasst hatte, zu studieren.

Der Grund, warum ich das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens befürworte und unterstütze, beruht auf meiner Biografie sowie aus meiner Überzeugung, dass sowohl die ökonomischen als auch die sozialen Veränderungen der nächsten Jahrzehnte ein BGE schlicht notwendig machen wird.

Aus biografischer Sicht kann ich die Aussagen bestätigen, dass der Druck, eine Arbeit zu finden, mit der man sich einigermaßen seinen Alltag finanzieren kann, auch negative Folgen für die Gesundheit haben kann. Denn eine Arbeit verrichten zu müssen, die einem nicht liegt oder in der man unter- oder überfordert ist, kann zur Verrohung und zu Depressionen oder gar Schlimmerem führen. Mit einem BGE, welches ein soziales Netz darstellt, hat man nicht nur genug Zeit, sich für einen Beruf zu entscheiden, der das Leben bereichert, man kann auch entsprechende Bildungswege einschlagen, die nicht nur zum Beruf, sondern zur Berufung führen können.

Die ökonomischen Gründe wirken zwar wie Science Fiction, sind jedoch bereits Realität und historisch bedingt. Denn seit Jahrhunderten sorgten Erfindungen und Entdeckungen neuer Technologien für das Verschwinden von Arbeitsplätzen, ja ganzer Berufszweige. Allerdings enstanden auch immer wieder neue Arbeitsplätze und Branchen. Mit der sogenannten Industriellen Revolution 4.0, die längst begonnen hat, wird ein großer Teil der derzeitigen Arbeit von Maschinen bzw. Robotern übernommen. Damit dieser Prozess nicht für viele Menschen in Deutschland in die Armut führt, wird das BGE gebraucht, um diesen Übergang bewerkstelligen und neue Möglichkeiten zur individuellen Selbstverwirklichung geben zu können.

Mit dem BGE haben wir ein soziales Konzept, das uns die Chance für eine gerechte und somit bessere Gesellschaft verleiht. Doch schon jetzt engagiere ich mich für ganz pragmatische und bereits jetzt wirkende Verbesserungen zumindest für jüngere Menschen: ich bringe mich aktiv bei www.arbeiterkind.de ein. Hier nehmen wir vor allem jungen Schulabgängerinnen und -abgängern die Angst, als erste Generation ihrer Familie ein Studium in ihre Lebensplanung einzubeziehen.